Polizei Rheinland-Pfalz führt Fachtagung zu "Doping" durch

Veröffentlicht von R.Schröder (rsr) am 06.02.2017
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Beim Thema Doping denken viele wohl zunächst an die Skandale der vergangenen Jahre im Spitzensport. Dass Doping aber bereits im "Kleinen" beginnt, das ahnen die Wenigsten. Ob im Studium zum sogenannten "Hirndoping", am Arbeitsplatz entweder zum Aufputschen oder zum Beruhigen, im Breitensport zur Leistungssteigerung oder auch, um möglichst schnell eine Schwimmbadfigur herzustellen - dies alles sind Lebensbereiche, in denen verbotene Substanzen zum Einsatz kommen können. Der Schwerpunkt der Veranstaltung lag deshalb auf dem Thema "Doping im Breitensport" und das geht weit über den bekannten Dopingmittelmissbrauch im Bereich des Bodybuildings hinaus Unzählige illegale Internet-Webshops bieten Pillen, Pulver und Ampullen für jede denkbare Anwendung an, deren Erwerb über eine gewisse Menge hinaus sogar für den Kunden strafbar ist. Der Internetmarkt ist zudem voller gefälschter Medikamente oder Nahrungsergänzungs-Produkte zum Muskelaufbau und zur Leistungssteigerung. Diese können wenig oder zu viel Wirkstoff enthalten oder auch verunreinigt sein und sind damit hoch riskant für die Gesundheit. . Die Zuhörer wurden unter anderem von den Experten Prof. Dr. Dr. Perikles Simon (Uni Mainz), Dr. Sebstian Wußler (StA Freiburg) und Dr. jur. Lars Mortsiefer (NADA) eindrucksvoll und detailliert informiert. Zudem wurde die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Polizei, Justiz und der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) in Fällen des Dopings im Spitzensport beleuchtet, für die das neue Anti-Doping-Gesetz eine wirkungsvollere Grundlage geschaffen hat. Die Teilnehmer werteten diese Veranstaltung als sehr informativ und nützlich für ihren täglichen Dienst. Neben der juristischen Wissensvermittlung wurde auch medizinisches Hintergrundwissen anschaulich vermittelt. Dies verdeutlichte eindrucksvoll die hohe Sozialschädlichkeit des illegalen Dopingmittelhandels.

Zuletzt geändert am: 06.02.2017 um 13:40

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